Boßelstrecke: Hopelser Weg
E-Mail: kbv.wiesederfehn@t-online.de

Internet: kbv-wiesederfehn.de

Anschrift: KBV "Hier up an" Wiesederfehn
Ahornweg 2, 26639 Wiesmoor

von links: Kunststoffboßel, Gummiboßel, Eisenkugel, Klootkugeln, Schleuderball

Dorfgemeinschaftshaus Wiesederfehn

Am Rande eines großen Hochmoorgebietes liegt der Ortsteil Wiesederfehn - ein Reihendorf, welches sich entlang des früheren Weges über das Moor von Wiesede nach Voßbarg angesiedelt hat. Dieser Weg, das Ende des letzten Jahrhunderts als Straße ausgebaut wurde - die heutige Bundesstraße 436 - war bis Ende der 50iger Jahre die Heimstrecke der Boßeler von Wiesederfehn. Die Einwohner waren anfangs vorwiegend Landwirte und vereinzelt Arbeitnehmer und verbrachten in einem bescheidenen und ruhigen Lebensstil ihr Dasein.

Wenn im Winter der Boden hart gefroren war oder aber sich auch die Gelegenheit nach Feierabend bot, versammelten sich schon Jahre vor der eigentlichen Gründung des Vereins Jung und Alt von Wiesederfehn, um ihre Freizeit mit dem Heimatspiel - dem Klootschießen und Boßeln - zu verbringen. Einige wenige Vereine bestanden schon in der näheren Umgebung. Es dauerte dann nicht mehr lange, bis sich auch in Wiese- derfehn mehrere Förderer dieses geliebten Heimatspieles zusammenfanden, um den Klootschießer- und Boßelerverein "Hier up an" Wiesederfehn e. V. aus der Taufe zu heben.

Die eigentliche Gründung erfolgte dann auch endgültig am 28. Februar 1914 und zwar anläßlich einer Gründungsversammlung im damaligen Hause Peters unter Teilnahme von:

August Ahlfs, Hinrich Asche, Georg Baumann, Johann Carstens, Eduard Dirks,Johann Faß, Reinhard Fokken, Johann Gerdes, Heinrich Harms (Dobbe) Johann Heeren, Hinrich Hespen, Johann Hespen, Frerich Wallmann.

Der damalige Vorstand setzte sich zusammen aus dem

1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden, dem Kassenführer, dem Schriftführer und dem Bahnweiser.

Nach Aussagen eines der ersten Mitglieder Johann Lüken fand eine weitere Versammlung bereits kurzfristig danach statt. (Die Suche im Verlag des Anzeigers hat sich gelohnt, denn mit dem Datum 3. März 1914 fanden wir folgende Anzeige, die seinerzeit veröffentlicht worden ist:

 

 

Anläßlich dieser Versammlung wurden noch neu aufgenommen:

Andreas Behrends, Wilhelm Carstens, Claas Faß, Johann Gellermann, Dietrich Hespen (Wiesede), Gerd Janßen, Johann Lüken, Menno Peters.

Es dauerte nicht lange - etwa Mitte März 1914 - und der erste offizielle Boßelwettkampf auf dem damaligen Steinpflaster von Wiesede nach Friedeburg gegen den Boßelverein Reepsholt konnte ausgetragen werden. Weitere Boßelwettkämpfe folgten mit den Nachbarvereinen.

Im Sommer des Jahres 1914 wurde das 1. Preisboßeln abgehalten, wo sich am Tage noch weitere Mitglieder anmeldeten. Nebenbei wurde das Klootschießen nicht ganz vergessen, aber im Vergleich zum Boßeln wurde es nur wenig betrieben; auch von einem Sprungbrett war damals noch keine Rede. Vereinzelte Werfer sowie u. a. Johann Dirks - im Volksmund Opa´s Johann genannt - sollen damals den Kloot mit Holzschuhen (Klumpen) geworfen haben.

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges ruhte die Vereinstätigkeit, denn viele Vereinsmitglieder wurden zum Kriegsdienst eingezogen und so mancher wurde verwundet oder ist nicht mehr zurückgekehrt. Aber dennoch wurden die heimatlichen Gedanken wieder wach. Man zählte das Jahr 1919, als sich bereits erste Gruppen bildeten, die den Verein in seiner alten Form wieder aufblühen ließen. In den 20er Jahren haben die Aktivitäten dann trotz Inflation und Arbeitslosigkeit weiterhin Aufschwung gefunden und die Mitgliedschaft wuchs bald auf über 30 Mann. In dieser Zeit, aber auch in den folgenden 30er Jahren, war es nicht leicht, einen Verein zusammenzuhalten oder zu fördern, aber die Liebe zur Heimat und der Gedanke, zusammen zu gehören, hielt den Verein aufrecht. Vor diesem Hintergrund verdient die Arbeit des damaligen Vorstandes besondere Anerkennung.

Wenn wir es schon als bewundernswert empfinden, dass der Verein nie zum Erliegen gekommen ist - eine Tatsache, die wir heute gern unterstreichen, so sollen doch schon einige Vereinsprobleme und große Schwierigkeiten vorgekommen sein. So ist aus Überlieferungen festgehalten, dass der Verein im Jahre 1926 fast zum Erliegen gekommen wäre, wenn nicht Vereinsmitglied August Ahlfs die im Vereinslokal bereits in der Ecke liegenden Papiere an sich genommen und - wie so oft - ein Machtwort gesprochen hätte. Danach soll der Verein wieder aktiv geworden sein.

Anläßlich eines heiteren Gespräches in einer größeren Thekenrunde wurde der Name des Vereins gefunden und zwar soll von dem damaligen Malermeister Hayung Harms gesagt worden sein: "Loot uns man seegen - hier up an!" Dieser Name gefiel allen und
er wurde auch sofort mit auf die Vereinsfahne geschrieben. Der KBV "Hier up an"
war der stärkste Verein in seiner Umgebung.

Der Vorstand hatte sich im Laufe der folgenden Jahre auch auf das ursprüngliche Heimatspiel - das Klootschießen - konzentriert. Nicht nur in der Umgebung, sondern auch über die Grenzen des Kreises Wittmund hinweg waren die damaligen Werfer wie z.B. Reinhard Höfing, Johann Becker, August Ahlfs, Ulrich Kruse, Fritz Lücken, Hermann Renken, Hermann Höfing und Johann Gerdes bekannt. Eine Seltenheit, eine solch große Anzahl von überragenden Klootschießern in einem Verein zu haben. Die Erfolge blieben nicht aus.

Seiner Zeit hatten die Gebrüder Höfing hinter dem Hause - auch Hüttstück genannt - einen Anlaufbock von ca. 15 Meter Länge gebaut - eine Seltenheit, die es sonst nirgendwo zu sehen gab. Durch den Anlaufschwung konnten die Werfer mindestens 5 - 6 Meter weiter werfen.

Auch im Boßeln bildete der KBV "Hier up an" eine Spitze in der näheren und weiterern Umgebung. Die Boßeler August Ahlfs, Johann Ahlers, Fritz Lücken, Hermann Renken, Johann Becker, Emil Block und Hermann Höfing waren die erfolgsreichsten Werfer und als Mannschaft im Kreise Wittmund und darüber hinaus in Wilhelmshaven und in der Friesischen Wehde bekannt. Hiervon zeugen die überaus vielen Pokale und Ehrenurkunden aus damaliger Zeit.

 

 

Diese Einladung zum Sommerfest 1922 des KBV "Hier up an" Wiesederfehn stellte uns Hans-Georg Bohlken vom KBV Ruttel zur Verfügung

Im Jahre 1936 gab es den Wechsel des Vereinslokals von der Gastwirtschaft Peters zu der damaligen Gastwirtschaft Oltmann Kruse, im Volksmund "Mutter Kruse" , später Otto Kruse genannt. Ein kleiner Saalbetrieb und eine Bühne waren von Vorteil. Veranstaltungen mit Theateraufführung und anschließendem Tanz waren damals schon üblich. Während des Krieges blieb dort das Vereinslokal.

Ein Protokoll von 1937

 

 

 

ehemaliges Vereinslokal Peters

Vor dem Kriege wurden bereits große Zeltfeste veranstaltet, so z. B. am Jannburger Weg, auf den Ländereien von Jürgen Hummels und auf den Ländereien von Johann Carstens gegenüber von Janssen Bruns. Die Zelte wurden von Mitgliedern per Ackerwagen geholt. Zusammengespannte Pferde von einzelnen Mitgliedern vor extra gefertigten Langwagen holten die Bauteile vom letzten Veranstalter ab und das Zelt wurde gemeinschaftlich wieder aufgebaut. Ein Zelt in heutiger Art gibt es nicht. Das Zelt bestand aus zwei Tanzflächen, mit einem Grünstreifen in der Mitte des Zeltes, der zur Theke führte. Die Sitzplätze waren rings herum auf weiteren Grünflächen vorgesehen.

Dann brach der zweite Weltkrieg aus. Der Verein verfügte bereits über mehr als 50 Mitglieder. Wie in allen anderen Vereinen wurde das Boßeln und Klootschießen für diese Zeit ausgesetzt. Die Kriegswirren rissen dann erneut schwere Wunden. Es bedurfte schon unermüdlichen Idealismus und Vereinsgeist, um den KBV "Hier up an" erneut zu beleben.

 

alte Bundestraße 436 und Boßelstrecke bis Ende der 50-er Jahre

Unter dem weiteren Vorsitz von Conrad Lüken wurden alle Klootschießer und Boßeler immer wieder motiviert mit dem Erfolg, dass zum ersten Male in der Vereinsgeschichte unser damaliges Vereinsmitglied Martin Siefken bei den Friesischen Mehrkampf- meisterschaften die Traumgrenze im Klootschießen mit 100,35 Meter erreichte. Bei den Deutschen Meisterschaften im Schleuderballwerfen wurde er 1969, 1970 und 1971 Deutscher Meister.

Auch im Straßenboßeln galt der KBV "Hier up an" bald wieder als Favorit. Mehrere Male wurde seinerzeit in den 50iger Jahren die Verbandsmeisterschaft und nach Einführung des Punktspielbetriebes in den Jahren 1976, 1977, 1978 nacheinander die Verbands- meisterschaft in der A-Gruppe (Kreisliga) errungen. Mit der nochmaligen Meisterschaft im Jahre 1984 und dem anschließenden Aufstieg in die Bezirksklasse Ostfriesland war ein weiterer Höhepunkt erreicht worden. Nach dem Abstieg aus der Bezirksklasse schaffte "Hier up an" nach vier errungenen Verbandsmeisterschaften (1995, 1997, 1998) 1999 überlegen den angestrebten erneuten Aufstieg zur Ostfriesischen Bezirksklasse.

Ebenfalls auf dem Gebiete der Festlichkeiten hat der KBV "Hier up an" bald seine Tradition wiedergefunden und zwar durch das Wintervergnügen - schon traditionsmäßig im Februar eines jeden Jahres - und bekannt die früheren Theaterabende, die Vorreiter der späteren Gründung der Niederdeutschen Bühne Wiesmoor waren. Das sogenannte Sommerfest wurde bis 1995 alljährlich am letzten Wochenende im Juli im Festzelt abgehalten. Erstmals fand dieses Fest nach dem Kriege beim Hause Wilhelm Dirks, danach bei Hermann Asche, bei der Gastwirtschaft Peters und auf den Ländereien von Hermann und Hans Höfing statt. Neben dem Boßeln und Klootschießen war dieses Fest auch wegen seiner Organisation und der Gestaltung auf dem festlichen Sektor weit über die Grenzen bekannt. So ist aus früheren Unterlagen zu entnehmen, dass seit 1972 folgende Stars aus Funk und Fernsehen ihren Auftritt fanden:

 

1972 Hildegard Carena und Hein Flesner
1973 Pat und Paul
1974 Phil und John
1975 Tina York
1976 Maggy Mae
1977 Dieter-Thomas Heck mit Dorthe, Peter Petrell, Jürgen Drews, Ann und Andy, Bernhard Brink. Bernd Clüver, Siw Inger
1978 Haifischbar mit Gundi Hein, Hein Timm
1979 Snoopy Leismann
1980 Original Oberkrainer Musikanten
1981 Super-Live-Show mit Carlo von Tiedemann
1982 ARUBA Carribean Limbo Show und "La Grande Revue"
1983 Florian Haidt
1984 Friedeburger Jungs
1985 Blasmusik "So wie es früher war"
1986 Volkstümlicher Abend "So wie es früher war"
1987 30-Mann starke Bayerische Blaskapelle "Wernfeld"
1988 LIve-Musik im Festzelt Böseler (seit 20 Jahren auf dem Platz)
   

Hierbei nicht vergessen werden darf die Wahl der "Seuten Deern" - eine der Höhepunkten der 70iger Jahren. Ebenfalls das Abholen der Meister mit dem Besucherfahrzeug des Heimat- und Verkehrsvereins gehörte zur Tradition.

Seit 1996 wird der "Fehntjer-Cup" für Damen und Herren ausgetragen. Hierzu melden sich jedes Jahr ca. 300 Boßeler und Boßelerinnen aus dem gesamten FKV-Gebiet. Die Gewinner erhalten beachtliche Preisgelder.

Durch die eifrige Förderung der Schüler und Jugend in den letzten Jahrzehnten strebt der KBV weitere neue Ziele an. Insgesamt ist allein die Anzahl dieser Gruppierung auf mehr als 30 Personen angewachsen. Dabei sind vor allen Dingen die Einzelleistungen von Holger Wilken, Sebastian Gerdes, Petra Aden, Frank Hagedorn, Nadine Eschen, Simon Eschen und Hauke Karsjens zu erwähnen, die in den letzten Jahren mehrere Male Kreis-, Landes- und FKV- Meister wurden.

Der KBV "Hier up an" Wiesederfehn gab sich am 30.10.1975 neue Satzungen und erlangte aufgrund dieser Unterlagen unter der Register-Nummer 383 des Amtsgerichtes Aurich die Eintragung am 19. Dezember 1975 in das Vereinsregister als "eingetragener Verein". Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist hiernach der Vereinsvorsitzende, der Stellvertreter des Vor sitzenden und der Kassenwart. Jeder von ihnen ist allein zur Vertretung befugt.

 Gemäß den Vereinssatzungen besteht der Vorstand jedoch aus sieben Mitgliedern:

1. dem Vereinsvorsitzenden
2. dem Stellvertreter des Vorsitzenden
3. dem Schriftführer
4. dem Kassenwart
5. dem Jugendwart
6. dem Bahnweiser
7. dem Beauftragten für besondere Aufgaben
   

Dem heutigen Vorstand gehören an:

1. Vorsitzender

Holger Wilken

stellvertr. Vorsitzender

Stephan Gerdes

Kassenwart

Erwin Habben

Schriftführer

Frank Goldmann

Gerätewart

Erhard Gerdes

Frauenwartin

Susanne Janssen

Spielleiterin Frauen

Anke Fahnster

Spielleiter Männer

Hans-Jürgen Gerdes

Jugendwart

Joachim Karsjens

Ehrenvorsitzender

Hans-Hermann Hauschildt

Ehrenmitglied des Vorstandes

Gerold Harms

Ehrenmitglied des Vorstandes

Hinrich Asche

erweiterter Vorstand

 

stellvertr.Schriftführerin

Gunda Theen

Seniorenwart

Gerold Harms

 

Nicht unerwähnt bleiben sollen die seinerzeit aufgrund besonderer Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannten Mitglieder:

Name: besondere Verdienste Jahr verst / Austritt
Eduard Dirks Ehrenmitglied / als Gündungsmitglied 1950 10.01.1986
Johann Gerdes Ehrenmitglied / als Gündungsmitglied 1950 Austritt
Hinrich Asche Ehrenmitglied / als Gündungsmitglied 1950 23.11.1971
Conrad Lüken Ehrenvorsitzender 1962 Austritt
August Ahlfs Ehrenmitglied 1962 25.06.1970
Hermann Höfing Ehrenmitglied 1962 03.08.1978
Hinrich Kapfermann Ehrenmitglied 1968 29.08.1988
Gerd Asche Ehrenmitglied 1982 21.08.1992
Gerold Harms Ehrenmitglied des Vorstandes 1994  
Alwin Schoon Ehrenmitglied 1997 21.11.1997
Hans-Hermann Hauschildt Ehrenvorsitzender 2002  
Hinrich Asche Ehrenmitglied des Vorstandes 2002  
       
       

Aus den Protokollen 1990 - 2009 

27.07.1991

Steinsetzung 75 Jahre KBV „Hier up an“ , gegr. 1914“

Die offizielle Steinsetzungsfeier erfolgte am 27.07.1991 unter Beteiligung
von über 150 Gästen am Hopelser Weg , Ecke Türkeier Weg. Der Bürger-
meister der Gemeinde Wiesmoor, Hinrich Behrends und das Ehrenmit-
glied Gerd Asche vollzogen die Einweihung und zerrissen gemeinsam
das weiße Tuch. Die Felderweger Döschdeel-Musikanten umrahmten die
Feier im 78. Vereinsjahr musikalisch.

   
28.- 31.05.1992

Europameisterschaften in Cork / Irland

Holger Wilken erringt bei den Europameisterschaften im Boßeln mit der
irischen Eisenkugel die Bronze-Medaille und zudem Mannschaftsgold.

   
22.06.1996

Einweihung Dorfgemeinschaftshaus

Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses Wiesederfehn am Hopelser
Weg im Jubiläumsjahr des Dorfes (200 Jahre Wiesederfehn)

   

Saison 1999 / 2000

Zur Saison 1999/2000 Aufstieg der ersten Herren-Mannschaft in die Be-
zirksklasse des LV Ostfriesland
   
01.- 04. 06.2000

Europameisterschaften in Meldorf/Schleswig-Holstein

Holger Wilken und Sebastian Gerdes nehmen an den Europameister-
schaften teil.  Sebastian Gerdes ist der jüngste Teilnehmer bei den Europa-
meisterschaften 2000.

   
 2004 - 2009

Sportliche Erfolgsjahre

Ab 2004 erzielen die Schüler und Jugendlichen des KBV auf Kreis-, Landesver-
bands- und FKV-Ebene zahlreiche herausragende Erfolge. In der Breite stellen
diese Erfolge einen sportlichen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar.

Das Jahr 2004 geht mit vielen Highlights in die Vereinsgeschichte ein:
Zwei Jugendmannschaften werden Vize-Landesmeister. Fünf  Einzelme-
daillen werden auf Landesebene geholt und drei FKV-Einzelmeister ge-
stellt. Im Medaillenspiegel des Kreisverbandes Friedeburg erzielt man im
Straßenboßeln dank des guten Abschneidens der Jugendwerfer den ersten Platz.

Diese sportlichen Erfolge im Jugendbereiche korrespondieren mit einer
Etablierung der ersten Herren- und Damenmannschaften im höherklas-
sigen Boßelspielbetrieb des Landesverbandes Ostfriesland.

2005 werden die ersten Mannschaften von Männer-I und Frauen - I beide
Meister der Bezirksklasse und steigen in die Bezirksligen auf.

Im Folgenden die bedeutendsten Erfolge:

   
2004
Hauke Karsjens  Landesmeister im Boßeln (Jugend D)
Hauke Karsjens      FKV-Meister im Boßeln (Jugend D)
Lena Eisenhauer  FKV-Meisterin im Boßel (Jugend D)
Erna Wilken           FKV-Meisterin im Boßeln (Frauen III)
Erwin Habben Bronzemedaille LKV-Einzel Gummi (M III)
   
2005
Petra Aden Landesmeisterin im Boßeln (Frauen I)
Günter Schoon    Landesmeister im Boßeln (Männer I)
Malte Schoone Landesmeister im Boßeln (Jugend E)
Malte Schoone    FKV-Meister im Boßeln (Jugend E)
   
2006

Jugend C                    Landesmeisterschaft im Mannschaftsboßeln

Jugend C                    FKV-Meisterschaft im Mannschaftsboßeln

FKVMJC3

Diese Mannschaft wurde mit 24:0 Punkten und 80:0 Schoet souverän
Kreismeister und wurde bei den Landesmeisterschaften in Altfunnixsiel
mit 4 Schoet Vorsprung Landesmeister und gar mit 5 Schoet Vorsprung
auf Grabstede/Ol  Meister des Friesischen Klootschießerverbandes.

   
 2007
Hauke Karsjens Kreisverbandsmeister im Boßeln mit
mit der Eisenkugel (männl. Jugend A)
Hauke Karsjens warf als B-Jugendlicher die Tages-
bestweite über alle Klassen und Altersgruppen 
von 2043 Meter
Sebastian Gerdes  Kreismeister im Mehrkampf (Junioren)
Sebastian Gerdes     Kreismeister im Klootschießen (Junioren)
   
11.01.2008

Fusion des Damen- und Herrenvereins „Hier up an“
Wiesederfehn e.V.

Am 11.01.2008 fusionieren der Damen- und der Herrenverein miteinander. 
Der Damenverein hat zuvor sein Interesse bekundet, diese Fusion zu
vollziehen.

Am 01.03.1964 gründete sich der Damenverein „Hier up an“ Wiesederfehn.
Damals war die Vereinsgründung der Frauen ein mutiger Schritt, man war ein
Vorreiter im FKV.

Der Vorstand der Frauen wurde unter großem Applaus verabschiedet und
die 44 Jahre währende Eigenständigkeit des Frauenvereins gewürdigt.
Eine gleichberechtigte Funktion wird den Frauen im KBV „Hier up an“
zugesichert und ist in der neuen Satzung entsprechend verankert.

   
2008
Frauen I Mannschaftsmeister der Bezirksklasse
und erneuter Aufstieg in die Bezirksliga
   
Jugend E Landesmeisterschaft im Mannschaftsboßeln

Die Jugend F, E, B wurden Verbandsmeister, die Jugend D und C wurden Verbandsvize-
meister im Boßeln.

Jan-Enno Willms  Landesmeister im Boßeln (Jugend B)
   
Petra Aden Vize-FKV-Meisterin im Boßeln mit der
Eisenkugel (Frauen KI)   
   
2009
Die Jugend F    wurde ungeschlagen Verbandsmeister des KV
V   Friedeburg , Landesmeister 2009 und 
überlegen FKV-Meister

Zum Einsatz kamen folgende Wefer/Innen: Jana Gerdes, Florian Gerdes,
Sönke Schoon, Tom Seidel, Luca Renken, Klaus Aden, Peter Saathoff,
Mareike Schoon  

   
2009 Ostfrieslandpokal

In der Saison 2008/09 war „Hier up an“ erstmals im Finale des Ostfriesland-
pokals vertreten und erreichte in Middels / Langefeld den zweiten Platz.
Man musste sich mit nur einem Punkt dem Sieger Pfalzdorf geschlagen
geben.

   
2010

Aufstieg der Frauen I in die Landesliga

2012

Meister der Bezirksklasse und Aufstieg in die Bezirksliga

Vorstand-Gruendung.jpg

 

Die bisherigen Vorsitzenden des KBV "Hier up an" Wiesederfehn e.V. seit der Gründung 1914 bis 2002:

1914 - 1920 Johann Carstens
19 20 - 1925 Johann Becker
1925 - 1928 Eduard Dirks
1926 vorübergehend August Ahlfs
1928 - 1962 Conrad Lüken
1962 - 1967 Gerhard Otten
1967 - 1982 Reinhard Hespen
1982 - 2002 Hans-Hermann Hauschildt
ab 2002 Holger Wilken

 

   
Hans-Hermann Hauschildt   (1. Vorsitzender von 1982-2002) seit 2002 Ehrenvorsitzender Holger Wilken seit
2002 1. Vorsitzender

 

Vereinsfahne / Ewald Hagedorn

K l o o t s c h i e ß e n

- Klootscheeten up Fehn

Bi kahlen Frost, sünnig Weer,

vor uns is een Pleseer,

nu geiht in´t Feld herut

över Is, Steen und Klut;

Klootscheeten heet dat för uns!

Der Verein der Friesenspieler in Wiesederfehn wird seit seiner Gründung im Jahre 1914 "Klootschießer- und Boßelerverein" genannt. Das Klootschießen, das ursprüngliche Friesenspiel, ist für die Fehntjer mit einer langen Tradition verbunden.
In Ostfriesland, wie auch bei den internationalen Treffen (sogen. Europameisterschaften), sowie 26 Siege im Mannschaftswettbewerb sind aufzuführen. In Wiesederfehn war das Klootschießen im Feld, im unbefestigten Gelände, jederzeit möglich. Das Boßeln fand im Laufe der Jahre eine immer bessere Grundlage durch den Wege- und Straßenbau vor.

Die ersten Klootschießer warfen ohne, später dann mit dem starren Sprungbrett Reinhard und Hermann Höfing bauten sich bald einen Anlaufbock (geneigte Ebene) zur Erhöhung der Anlaufgeschwindigkeit vor dem Absprung. Reinhard Höfing nahm 1930, Fritz Lüken 1934 und August Ahlfs 1934 und 1938 an den Länderkämpfen der Klootschießer und Boßler gegen Oldeburg und Schleswig-Holstein teil.

Den Höhepunkt der Leistungsstärke erreichten die Klootschießer aus Wiesederfehn im Jahre 1937, als man "heel Ostfreesland" zum Feldkampf herausforderte. Leider ist es aus verschiedenen Gründen nicht zum Wettkampf gekommen.

Ebenfalls wurde bei weiteren Vergleichen in und unter den Kreisverbänden und den Landesverbänden Helmut Siefken von 1969 bis 1977, sowie sein jüngerer Brunder Martin von 1974 bis 1980 mit großem Erfolg eingesetzt.

Martin Siefken siegte bei der sogen. Europameisterschaft 1969/70/72/77. Deutscher Meister im Schleuderballwaurf wurde Martin Siefken im Jahre 1969 mit fast 72 m. Der Meistertitel wurde 1970/71 verteidigt.

Die Klootschießer gewannen insgesamt 26 Verbandsmeisterschaften im Kampf um die Wanderfahne des Kreisverbandes "Altes Amt Friedeburg". Erinnert werden muß dabei an die Klootschießer August Ahlfs, Fritz Lüken, Reinhard und Hermann Höfing, Johann Becker, Ulrich Kruse, Hermann Renken und Johann Gerdes.

Nach dem Kriege mußte die Verbandswanderfahne vor dem Zugriff der alliierten Besatzungsmächte wohlverpackt unter einem Torfhaufen verwahrt werden. Dennoch ließen sich die Friesenspieler den Kloot nicht mehr aus der Hand nehmen.

Sofort nach dem Kriegsende beantragte der damalige Bürgermeister von Wiesederfehn Hinrich Asche, mit Unterstützung des Klootscheeterbaas Heinke Tjarks (Ehrenvorsitzender des FKV),die Wiederzulassung des Klootschießens. Anfänglich wurde das Klootschießen mit der Silbe "Schießen" argwöhnisch von den Alliierten in der Kreisstadt Wittmund als militärische Übung betrachtet.

Dennoch übten die Klootschießer der 2. und 3. Generation in Wiesederfehn ihren Friesensport aus.

Die Namen der aktiven Werfer (nach 1945) sind Hinrich Harms, Gerd Asche, Helmut und Martin Siefken, Gustav Gerdes, Karl Meyer, Helmut Dirks, Georg Ahlfs, Hermann Hartmann, Hinrich Asche, Karl Dirks, Johann Behrends, Gerhard (Cedi) Toben, Erwin Habben, Holger Wilken und der Jugendliche Sebatian Gerdes

Holger Wilken

Das Klootschießen ist und bleibt das ursprüngliche Friesenspiel. Das Friesenspiel, das ist eben auch
der Reiz der winterlichen Landschaft, mit seinen Klootschießern, Bahnweisern, Fahnenträgern. Käkler und
Mäklern. In Wiesederfehn liegen sie bereit : Sprungbrett, Matten, Düssel, Stockleger und die schnellen Kloote.

Wanderfahne 1964 / 1965 Kreisverband V Friedeburg

Zum 25. Mal gewannen die Fehntjer die Wanderfahne

Von links: Gerd Asche, Helmut Dirks, Gustav Gerdes, Fahnträger August Ahlfs,
Hermann Hartmann, Martin Siefken und Karl Meyer

 

 

Feldkampf in Müggenkrug (1993)

Gerhard (Cedi) Toben, Holger Wilken, Helmut Dirks (Bahnweiser),
Hinrich Asche, Erwin Habben, Hermann Hartmann